UN R129-02: die neuste Zulassungsnorm für Autokindersitze ab ca. 4 Jahren

Im Juni 2017 führten die Vereinten Nationen mit der UN R129-02 die zweite Phase dieser neuen Autokindersitz-Norm ein und setzen damit die Ansprüche für sichere Produkte noch etwas höher. Um Ihnen einen Überblick der Änderungen und Neuheiten zu geben, haben wir die wichtigsten Bestandteile für Sie zusammengefasst.

Unsere Gesellschaft und unsere Technologien entwickeln sich ständig weiter. Daher müssen sich natürlich auch die Gesetze und Normen weiterentwickeln, um basierend auf dem neusten Wissensstand und der jüngsten Technologie Standards für sichere Produkte setzen zu können.
Die UN R129 Norm beinhaltet eine Vielzahl an Vorschriften für Autokindersitze und wird in drei Phasen eingeführt.

Die 1. Phase der UN R 129 in 2013 brachte viele Neuheiten für Babyschalen und Kleinkindsitze mit sich. Seit Juni 2017 ist die 2. Phase der UN R 129 aktiv und beschäftigt sich vor allem mit Autokindersitzerhöhungen mit fester Rückenlehne (ehem. Gruppe 2/3 der ECE R 44-04).

Derzeit bestehen die alte Norm ECE R44 und die neue UN R129 noch gleichzeitig und nach der alten Norm zugelassene Sitze können weiterhin verwendet werden (bei Zulassung nach ECE R44-04 oder R44-03, ältere Fassungen sind nicht mehr erlaubt). Jedoch wird die ECE R44 Norm schrittweise außer Kraft gesetzt und es wird erwartet, dass mehr und mehr Autokindersitze der neuen Prüfnorm entsprechen.

Die wichtigsten Änderungen der neuen Vorschrift UN R129-02 für Kindersitze ab ca. 4 Jahren im Vergleich zur ECE R44 Vorschrift im Überblick:

  • Die Sitze werden nun nach Körpergröße statt wie zuvor nach Gewicht des Kindes zugelassen, damit der Sitz besser zum Kind passt und da Eltern oftmals die Größe ihres Kindes genauer kennen
  • Zusätzlich zu Frontal- und Heckunfällen werden nun auch Seitencrashs getestet, da Seitenaufpralle die zweithäufigste Ursache für schwere Verletzungen bei Kindern darstellen. Dadurch müssen nun alle zugelassenen Sitze Schutz für Kopf und Körper des Kindes bieten. BeSafe hat seine Sitze schon zuvor stets auch in Seiten-Crashs getestet.
  • Innovative Crash Test Q-Dummies werden verwendet, welche die Effekte eines Unfalles auf den Körper von echten Kindern realitätsnaher abbilden und mit Sensoren im Kopf-, Nacken- und Bauchbereich ausgestattet sind.
  • Nur Autokindersitzerhöhungen mit fester Rückenlehne werden zugelassen, da solch eine Rückenlehne Seitenaufprallschutz bietet und die richtige Gurtführung erleichtert
  • Die Kategorie “i-Size Autokindersitzerhöhung” gewährleistet, dass ein Sitz dieser Kategorie für Körpergrößen bis 135 cm auf alle mit “i-Size” markierten Sitzplätze eines jeden Fahrzeuges passt. Zusätzlich schreibt die Kategorie “i-Size Autokindersitzerhöhung” eine maximale Sitzbreite von 44 cm vor sowie das Vorhandensein von verstaubaren ISOfix-Armen, sodass ein Sitz dieser Kategorie sowohl mit als auch ohne ISOfix im Fahrzeug befestigt werden kann.
  • Die Kategorie “Fahrzeugspezifische Autokindersitzerhöhung” lässt Sitzbreiten von über 44 cm zu, sodass es empfohlen ist, es vor dem Kauf auszutesten, ob der Sitz in Höhe und Breite in das jeweilige Fahrzeug passt. Es ist möglich, die beiden Kategorien in einem Sitz zu kombinieren
  • Aus der 1. Phase der UN R129 ist bekannt, dass Sitze bis 105 cm zusätzlich zu den Körpergrößen-Beschränkungen auch eine Gewichtsbeschränkung haben, die sich aus der maximalen Belastbarkeit der ISOfix-Verankerungen im Fahrzeug ergibt. Bei UN R129-02-Sitzen von 100-150 cm fällt diese Gewichtsbeschränkung selbst bei dem Einbau mit ISOfix weg, da die bei einem Unfall entstehenden Kräfte des Kindes durch den Fahrzeuggurt abgeleitet werden. Die ISOfix Befestigung hilft hier lediglich dabei, den Kindersitz selber an Ort und Stelle zu halten.

BeSafe ist Teil des Komitees der Zulassungsnorm

“BeSafe hat als Teil des Komitees an der Entwicklung dieses neuen Standards mitgearbeitet”, sagt Okke van Mourik, Leiter des Produktentwicklungsteams von BeSafe.

“Wir freuen uns, dass mit der UN R129-02 große Schritte in Richtung neuerer und sicherer Standards für Autokindersitzerhöhungen mit fester Rückenlehne zurückgelegt sind.”

Zusätzlich setzen wir bei BeSafe unsere eigenen Sicherheitsansprüche um, indem wir beispielsweise Innovationen wie das SIP+ entwickeln, das zusätzlichen Unfallschutz bietet, der noch über die Anforderungen der Zulassungsnorm hinaus geht.

Der revolutionäre BeSafe iZi Flex FIX i-Size ist der erste Autokindersitz auf den Markt, welcher die neusten Sicherheitsansprüche der Prüfnorm UN R129-02 erfüllt. Er ist von 100 – 135 cm in der Kategorie “i-Size Autokindersitzerhöhung” und von 135-150 cm in der Kategorie “Fahrzeugspezifische Autokindersitzerhöhung” zugelassen.

Als skandinavischer Hersteller entwickelt BeSafe bereits seit über 50 Jahren Autokindersitze. Einiges hat sich in dieser Zeit verändert, doch unser Fokus ist immer der gleiche geblieben: die Sicherheit Ihrer Kinder. In dieser Hinsicht ruhen wir uns niemals auf Lorbeeren aus, sondern streben stets danach, neue Sicherheitsstandards zu setzen. Fortschrittliche Innovationen werden fortlaufend entwickelt, um unsere Produkte noch sicherer und alltagsfreundlicher zu gestalten.