Film: „Trygg Trafikk“ Norwegen / Ton: HTS BeSafe AS

REBOARDER SIND 5X SICHERER

Zahlreiche internationale Studien der letzten fünf Jahrzehnte haben unabhängig voneinander erwiesen, dass es für Kinder unter vier Jahren 5x sicherer ist, wenn sie im Auto rückwärtsgerichtet transportiert werden. Während die Nutzung von rückwärtsgerichteten Kindersitzen, sogenannten Reboardenr, schon seit Jahrzehnten an der Tagesordnung ist, fahren in Deutschland noch heute die meisten Kinder vorwärtsgerichtet sobald Sie der Babyschale entwachsen.

Einen Unfall kann man nicht planen und nur schwer vermeiden. Selbst wer selbst äußerst vorsichtig und vorauschauend fährt, hat keine Garantie, dass die anderen Verkehrsteilnehmer dies auch tun. Aus diesem Grund sollten Sie immer darauf gefasst sein, dass ein Unfall passieren kann und sich und natürlich auch Ihre Kinder bestmöglich zu schützen. Statistiken wie beispielsweise jene der Unfallforschung der Versicherer (UDV), belegen, dass die überwiegende Mehrheit, nämlich circa 70% der schweren oder tödlichen Unfälle Frontalunfälle sind. Ungefähr 26% verteilen sich auf die beiden Seiten und der Rest der schweren oder tödlichen Unfälle sind Heckunfälle.

Reboarder schützen den empfindlichen Kindernacken

Die Nackenmuskulatur kleiner Kinder ist noch nicht hinreichend ausgeprägt. Aus diesem Grund können Belastungen, die das Genick eines Erwachsenen gut tragen könnte, verheerende Folgen für kleine Kinder haben. Höhe Belastungen können schwere und dauerhafte Verletzungen wie Lähmungen verursachen oder sogar zum Tod führen.

In einem Reboarder sind die Belastungswerte auf den Nacken des Kindes um ein vielfaches reduziert und das Kind ist weitaus besser vor Verletzungen geschützt.

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In einem vorwärtsgerichteten Kindersitz wirken bei einem Unfall mit 50km/h je nach Kindersitz zwischen 180 und 300 kg auf den empfindlichen Nacken eines etwa 3-jährigen Kindes mit 15 kg Körpergewicht.

Diese Belastungen betragen in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz ungefähr 40 bis 50 kg. Dies liegt weit unterhalb der Grenze von 130 kg, die internationale medizinische Experten als Maximum festgelegt haben und oberhalb derer ein Genickbruch äußerst wahrscheinlich ist.

In einem vorwärtsgerichteten Kindersitz wirken bei einem Unfall mit 50km/h je nach Kindersitz zwischen 180 und 300 kg auf den empfindlichen Nacken eines etwa 3-jährigen Kindes mit 15 kg Körpergewicht. Diese Belastungen betragen in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz ungefähr 40 bis 50 kg. Dies liegt weit unterhalb der Grenze von 130 kg, die internationale medizinische Experten als Maximum festgelegt haben und oberhalb derer ein Genickbruch äußerst wahrscheinlich ist. Doch ein Reboarder hat noch mehr Vorteile: Es besteht keine Gefahr, dass die Kinder mit dem Kopf am Vordersitz aufschlagen und sich hierdurch noch zusätzliche schwere Verletzungen zuziehen und auch vor Splittern oder anderen Gegenständen, die bei einem Unfall beispielsweise von der Windschutzscheibe nach hinten fliegen, sind die Kinder in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz bestens geschützt.

Größe und Gewicht des Kopfes im Verhältnis zum gesamten Körper

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Kinder sind nicht wie kleine Erwachsene, ihre Anatomie kann nicht mit der unseren verglichen werden. Ein ganz wesentlicher Unterschied sind Größe und Gewicht des Kopfes im Verhältnis zur gesamten Körpergröße und -gewicht. Bei einem Baby mit 5 Monaten macht der Kopf im Durchschnitt ganze 25% des Körpergewichts aus. Im Vergleich dazu: Bei einem Erwachsenen sind es nur noch 6%.

Die Statistiken sind eindeutig

Unabhängige Studien von realen Verkehrsunfällen, unter anderem durchgeführt von Volvo in Kooperation mit der schwedischen großen Versicherungsgesellschaft Folksam, belegen, dass Kinder bis zum Alter von etwa vier Jahren eine fünfmal größere Überlebenschance haben oder schwere Verletzungen vermieden werden können, wenn sie rückwärtsgerichtet transportiert werden.

Weiterhin belegen Studien, dass lediglich 8% der Kinder zwischen null und vier Jahren infolge eines Unfalls medizinische Hilfe benötigten wenn sie in einem rückwärtsgerichteten Kindersitz saßen – bei vorwärtsgerichteten Kindersitzen liegt diese Zahl bei über 40%.

Daraus ergibt sich: Reboarder sind 5x sicherer.

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Die Grafik zeigt links die Zahl der schwer verletzten Kinder bis zu einem Jahr in Schweden und Deutschland und rechts den rapiden Anstieg in Deutschland mit über einem Jahr, wenn die meisten deutschen Kinder vorwärtsgerichtet transportiert werden

 

Der schwedische Plus Test

Schweden ist weltweit führend bezüglich der Sicherheit im Straßenverkehr. Der einstmals belächelte schwedische „Elchtests“ wird heute weltweit standardmäßig zur Überprüfung von Fahrzeugen eingesetzt. Ähnlich verhält es sich beim Thema Kindersicherheit im Auto, auch hier ist Schweden weltweiter Vorreiter.

Als Nachfolger des ehemaligen schwedischen nationalen Zulassung, des T-Standards, wurde im Jahr 2009 der Plus Test eingeführt. Dieser gilt als der härteste Kindersitztest der Welt. Er testet bei 56km/h mit einem sehr hohen Crashpuls, die Distanz der Reduzierung der Geschwindigkeit zum Stillstand ist mit 60cm sehr gering und gebremst wird durch den Aufprall auf Stahlbalken. Dies führt zu großen Belastungen auf den getesteten Kindersitz.

Der wesentlichste Bestandteil des Plus Tests ist jedoch, dass er als einziger die Belastungswerte auf den Nacken misst und diese das ganz wesentliche Kriterium zum Bestehen oder Nichtbestehen des Tests sind.

Es gelingt keinem einzigen vorwärtsgerichteten Kindersitz, diese Maximalwerte zu unterschreiten und den Plus Test zu bestehen – lediglich ein rein rückwärtsgerichteter Kindersitz kann dies.

Kindersitze, die sowohl rückwärts als auch vorwärts genutzt werden können, würden mit beiden Einbauvarianten getestet werden und könnten daher aufgrund der Möglichkeit des vorwärtsgerichteten Einbaus den Plus Test nicht bestehen. Dies ist auch der Grund, weshalb unser iZi Combi X3 (sowohl mit als auch ohne ISOfix) über kein Plus Test Siegel verfügen, während die mit Ausnahme der Option des Vorwärtseinbaus baugleichen iZi Kid X3 beide den Plus Test bestanden haben.